Solide Entwicklung im Winter 2025/26

Donnerstag, 5. Februar 2026

Die Schweizer Seilbahnen hatten bisher eine gute Wintersaison 2025/26.

Die Schweizer Seilbahnen hatten bisher eine gute Wintersaison 2025/26. Zwar liegen die Gästezahlen zum Saisonbeginn um 4 % unter dem ausserordentlich guten Vorjahr, gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt jedoch um 17 % höher. Höher gelegene Destinationen konnten dank früher Schneefälle und leistungsfähiger Beschneiungssysteme hingegen ein attraktives Angebot gewährleisten. Die milde Witterung stellte vor allem tiefer gelegene Skigebiete vor Herausforderungen, wo teils Tagesgäste fehlten. Seilbahnen Schweiz betont die zentrale Rolle der technischen Beschneiung, in die die Bergbahnen allein im letzten Jahr über 55 Mio. CHF investierten. Für das Saison-Monitoring wertet der Branchenverband Seilbahnen Schweiz (SBS) die Gästeanzahl (Ersteintritte) von über 120 Mitgliedern aus der ganzen Schweiz aus. Die nun vorliegenden Zahlen erlauben eine Analyse zum Start der Wintersaison bis zum 31. Januar 2026. Regionale Unterschiede Die regionale Betrachtung zeigt ein differenziertes Bild: Während das Wallis mit einem Plus von 3 % einen günstigeren Saisonverlauf als 2024/25 aufweist, bewegen sich Graubünden (+1 %) und das Berner Oberland (-2 %) auf dem Vorjahresniveau. Das Wallis zählt mehr Gäste als im Vorjahr, während die Waadtländer und Freiburger Alpen einen Rückgang von 5 %, das Tessin von 6 %, die Zentralschweiz von 8 % und die Ostschweiz von 13 % verzeichnen (vgl. Abb. 1).

Hoch gelegene und grosse Skigebiete mit Zuwächsen
Die Auswertung der Gästezahlen nach Höhenlage der Wintersportgebiete bestätigt das erwartete Muster: Besonders herausfordernd war der Saisonauftakt für Gebiete unter 1'500 m ü. M., die im Durchschnitt 14 % weniger Gäste zählten als in der Vergleichsperiode des aussergewöhnlich schneereichen Winters 2024/25. Wintersportgebiete auf 1’500 bis 2’000 m ü. M. verzeichneten ein Minus von 4 %, während Destinationen oberhalb von 2’000 m ü. M im Vergleich zum Vorjahr sogar einen Gästezuwachs erzielen konnten (vgl. Abb. 2).

Die Betrachtung der Gästezahlen nach Unternehmensgrösse (gemessen am Verkehrsertrag) ergibt ein vergleichbares Bild: Vor allem kleinere, häufig in tieferen Lagen angesiedelte Unternehmen mussten deutliche Einbussen bei den Gästezahlen hinnehmen, während grosse Unternehmen einen leichten Zuwachs von durchschnittlich 4 % verbuchen konnten. (vgl. Abb. 3).

Skigebiete mit Tagesgästen im Rückstand
Es zeigt sich, dass das milde Wetter einen Einfluss auf das Gästeverhalten hatte: Unternehmen, die vorwiegend Tagesgäste empfangen, hatten im Schnitt 10 % weniger Gäste als im Vorjahr. Gebiete mit Übernachtungsgästen oder einem ausgeglichenen Gästemix verzeichneten im Schnitt 3 % mehr Gäste.

Vergleich mit dem 5-Jahresdurchschnitt
Das gegenüber dem Vorjahr in vielen Regionen verhaltene Bild relativiert sich, sobald der Winter 2025/26 in einen längeren zeitlichen Kontext gestellt wird. Im Vergleich zum 5- Jahresdurchschnitt (in dem auch ein Coronawinter enthalten ist) fällt die Saison insgesamt positiv aus. So lagen die Ersteintritte um 17 % über dem 5-Jahresschnitt. Die regionalen Zuwächse zeigen jedoch deutliche Unterschiede und reichen von 8 % in der Ostschweiz bis 25 % im Berner Oberland (vgl. Abb. 4)

Trotz wenig natürlichen Schnees beurteilt der Branchenverband den bisherigen Winter insgesamt als erfolgreich. Die allermeisten Bergbahnen können ausgezeichnete Pisten anbieten. Entscheidend dafür sind moderne Technik, ein sicherer Betrieb und gut ausgebildete Fachkräfte. Um auch künftig einen zuverlässigen und attraktiven Betrieb zu gewährleisten, investiert die Branche gezielt in den Nachwuchs. Am 23. und 27. März 2026 öffnen im Rahmen der nationalen Nachwuchskampagne «Alpine Tech Heroes» an den Schnuppertagen «Call of Heroes» 36 Seilbahnbetriebe für Jugendliche ihre Türen und machen die Lehrberufe in der Bergwelt erlebbar. «Ohne Fachkräfte läuft keine Seilbahn. Darum investiert die Branche konsequent in den Nachwuchs», sagt Berno Stoffel, Direktor Seilbahnen Schweiz.

 

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