Positives Fazit bei den Wintersportgebieten

Dienstag, 14. April 2026

Die Skischuhe stehen im Keller, der Helm liegt ganz hinten im Schrank und die Handschuhe sind tief in der Kommode verschwunden. Obwohl die Berge in der Zentralschweiz noch eine weisse Krone tragen, haben die meisten Skigebiete die Wintersaison 2025/26 bereits beendet. Die Bergbahnen Sörenberg (LU), die Sportbahnen Marbachegg (LU) und die Stoosbahnen (SZ) schauen zurück auf eine Saison, in der es nicht nur Höhen, sondern auch Talfahrten gab.

Die Wintersaison auf der Marbachegg im Entlebuch sei durchzogen gewesen, sagt Stefan Wittwer, Betriebsleiter der Marbachegg-Sportbahnen. «An Weihnachten und Neujahr hatten wir sehr viele Gäste, jedoch waren das Fussgänger und keine Skifahrer.» Das Wetter habe zwar mitgespielt, jedoch fehlte der Schnee. Daher konnten sie die Pisten während der Weihnachtsferien nicht öffnen.

Auch ohne Schnee klappt's
Trotzdem seien sie erfreut gewesen über die vielen Gäste, welche etwa mit dem Gleitschirm unterwegs waren, auf der Terrasse beim Berggasthaus Sonne tankten oder die Wanderwege erkundeten. «Es war unten grau und oben blau, der Klassiker – das treibt die Leute in die Höhe», so Wittwer. Sie hätten sich als Bergbahn etabliert, die auch ohne Schnee einen Ausflug wert sei, betont Stefan Wittwer. Die höchste Priorität hatten im Winter die Talabfahrt und das Kinderland. Mit Hilfe von Schneekanonen konnten sie diese Anlagen trotz wenig Naturschnee Anfang Januar eröffnen.

Etwas verspätet kam dann der Schnee im Januar. «In diesem Zeitraum lief es recht gut. Es kamen viele Schulklassen und Gruppen», erklärt Wittwer. Während der Fasnachtsferien konnte man zwar Skifahren, jedoch spielte das Wetter nicht mit. So seien die beiden wichtigsten Zeiträume etwas schwach ausgefallen.

Die Bergbahnen Sörenberg ziehen ein positives Fazit. Sie erzielten mit der Wintersaison ein Plus von 3 Prozent bei den Ersteintritten gegenüber dem Vorjahr, sagt Stefan Ryser, Direktor der Bergbahnen Sörenberg. Grund dafür sei etwa, dass sie den ganzen Winter hinweg eine gute Pistengrundlage bieten konnten. Dazu komme, dass es schon früh Schnee gegeben hat: «Bereits im November konnten wir die Saison eröffnen, mit dem Wochenendbetrieb auf dem Brienzer Rothorn», erklärt Ryser.

Der Magic Pass zieht auch Romands an
Die hohen Temperaturen im Dezember zogen jedoch nicht spurlos an ihnen vorbei. Gegenüber dem Vorjahr verzeichneten sie ein Minus von 15 Prozent während der Weihnachtszeit. «Das konnten wir jedoch mit einem sehr starken Januar kompensieren. Von da an konnten wir bis zum Saisonende sehr gute Pistenbedingungen bieten, obwohl es nie besonders viel Schnee hatte», führt Ryser weiter aus. Der Magic Pass habe für die Bergbahnen Sörenberg auch eine grosse Rolle gespielt. In der vergangenen Saison waren sie das erste Mal Mitglied beim Magic Pass. «So konnten wir neue Gäste gewinnen, zum Teil auch Personen aus der Romandie», so Stefan Ryser.

Die Stoosbahnen im Kanton Schwyz verzeichneten insgesamt 123 Wintersporttage, erzählt Rahel Stocker, Leitung Marketing der Stoosbahnen. Für sie begann die Wintersaison ebenfalls sehr früh – am 22. November. Geplant sei normalerweise, Mitte Dezember zu starten. «Wir sind sehr zufrieden mit der Saison und hatten gute Schneeverhältnisse», so Stocker. Besonders gut in Erinnerung habe sie den März – der Eventmonat auf dem Stoos. Das Highlight sei dabei das «Firnschneefäscht», welches jedes Jahr Ende März stattfindet und den Saisonabschluss einläutet. «Wir konnten das Fest endlich wieder einmal draussen veranstalten. In früheren Jahren war es wetterbedingt in der Fronalphalle», sagt Rahel Stocker. Dazu kommen noch andere Events, so etwa der Migros Sky Day, der Grand Prix Migros oder auch das Badewannenrennen, welches im Januar stattgefunden hat.

Der Vergleich zum Vorjahr sei etwas hart, denn die Wintersaison 2024/25 sei weit über dem Durchschnitt gewesen. «Dieses Jahr sind wir nicht ganz an diese sehr gute Saison herangekommen, wir können uns aber nicht beklagen. Mit der technischen Beschneiung konnten wir unseren Gästen den ganzen Winter alle Anlagen mit einem tollen Pistenangebot anbieten», so Stocker.

So war die Wintersaison in Uri, Ob- und Nidwalden
Die vergangene Saison verlief für die Titlis Bergbahnen im Kanton Obwalden sehr erfreulich, sagt André Sidler, Head of Marketing & Sales bei den Titlis Bergbahnen. Obwohl es gelegentlich ein wenig an Schnee fehlte, sei der Winter erfolgreich und die Nachfrage hoch gewesen. Ihre Pisten sind jedoch noch nicht geschlossen, denn die Saison läuft noch bis am 3. Mai weiter. Besonders in Erinnerung bleibe ihnen der frühe Schneefall, welcher zu guten Pistenverhältnissen geführt habe. Der tragische Gondelabsturz am 18. März habe sie tief getroffen. Dieses Ereignis habe auch kurzfristige Auswirkungen auf die Besucherzahlen gehabt.

In Andermatt, im Kanton Uri, blickt man zufrieden auf den vergangenen Winter zurück. Vor allem die Hauptferienzeiten und mehrere Wochenenden am Anfang dieses Jahres seien stark frequentiert gewesen, sagt Raphael Medici, Leiter Marketing der Andermatt-Sedrun-Disentis Marketing AG. Sie haben weiter in die technische Beschneiung investiert und so konnten sie den Gästen die ganze Saison hinweg gute Schneebedingungen bieten.

Im Kanton Obwalden ziehen die Sportbahnen Melchsee-Frutt eine positive Bilanz. Finanziell könne man grundsätzlich auf eine frequenzmässig gute Saison zurückblicken, erläutert die Geschäftsführerin der Sportbahnen Melchsee-Frutt, Bettina Hübscher. Getrübt wird die Saison von den drei schweren Unfällen Mitte Januar, wovon zwei tödlich endeten.

Bereits seit fast drei Wochen ist der Winterbetrieb auf der Klewenalp-Stockhütte beendet. Der Geschäftsführer der Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG, Heinz Rutishauser sei trotz zweier Phasen mit knappem Schnee zufrieden. Insgesamt schliessen die Bergbahnen dieses Jahr mit einem Plus ab. Gut angekommen sei insbesondere das Angebot, dass Kinder bis zehn Jahre im Gebiet kostenlos Skifahren können. (Quelle LZ, 11.4.2026)

Hier gehts zum Bericht der Neuen Luzerner Zeitung.

bewegen

Wir bewegen Gäste
und Mitarbeitende

vernetzen

Wir vernetzen Mitglieder, Tourismuspartner
und Regionen

erleben

Wir lassen Gäste die Zentralschweiz erleben